Solaranlage oder nicht Solaranlage – das ist hier die Frage

Der Begriff der erneuerbaren Energien liegt in aller Munde. Nicht nur die großen Stromunternehmen solar-cells-100441_640 (1)können und müssen in diese Technik investieren. Dies ist auch in kleinerem Rahmen möglich. Denn jeder Immobilienbesitzer, der zur Südseite des Hauses hin Platz auf dem Dach zur Verfügung hätte, könnte sich eine Solaranlage auf das Dach bauen lassen. Doch bevor es soweit ist, müssen noch viele Fragen geklärt werden.

Heißwasser oder Strom?

Mit dieser Frage beginnt eigentlich das gesamte Dilemma. Denn beides mit einer Anlage ist nicht möglich. Mit den regulären Solarpanelen lässt sich nämlich leider kein Strom erzeugen. Sie bewirken lediglich über eine Wärmeaustauschpumpe ein Aufheizen des Wassers in der Heißwassertherme der Heizungsanlage. „Lediglich“ ist vielleicht das falsche Wort. Schließlich lässt sich in einem sonnenreichen Jahr die Heizungsanlage somit für diverse Monate vollständig unabhängig von Gas oder Öl betreiben.

Vielleicht nicht im ersten Jahr, aber spätestens im dritten oder vierten Jahr macht sich dieser Betrag ganz deutlich auf der Heizkostenabrechnung bemerkbar. Denn auch an warmen Frühlings-oder Herbsttagen springt die Solarwärme hin und wieder ein, sodass auch in diesen Monaten Gas / Öl eingespart wird.

Um Strom zu erzeugen ist eine so genannte Photovoltaik-Anlage notwendig. Die Technik, mit der diese Panelen gebaut werden, differiert von derer, die ausschließlich für warmes Wasser zuständig ist. Auch hierfür ist Südlage von Nöten. Der Strom, der erzeugt wird, muss vollständig in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Hierzu ist ein Vertrag mit dem regionalen Netzbetreiben notwendig. In diesem wird auch die Vergütung für den erzeugten Strom festgelegt. Noch gibt es in Deutschland leider keine Batterien, in denen man den Strom „sammeln“ könnte. Sie sind noch zu groß und zu teuer, dass sie sich rentierten. Zudem handelt es sich hierbei um eine rechtliche Grauzone.

Ist das Dach kräftig genug?

Die meisten Hauptdächer sollten heutzutage stabil genug sein, um eine Solaranlage tragen zu können. Sind Sie dessen nicht sicher, ist es ratsam, einen Fachmann, also einen Dachdeckermeister, mit einer Prüfung zu beauftragen. Sicherlich kostet dieses Vorhaben ein klein wenig Geld. Es ist jedoch besser, als dass der Dachstuhl später mitsamt der neuen Solaranlage einstürzt.
Die Anlage muss nicht zwingendermaßen auf dem Dach aufsitzen. Es besteht auch die Möglichkeit, sie in den Dachstuhl zu integrieren. Dies ist jedoch nicht bei allen Dächern möglich. Daher sollte sich die Installationsfirma vor Beginn eines solchen Vorhabens die Gegebenheit sehr genau anschauen.

Wie die Optik nun ausschaut, ist letztlich egal. Hauptsache ist, dass man auch als Privatmann sein Soll zur Energiewende beitragen kann. Richtig?