Modernisierung Teil 4 – Energie sparen im Altbau

Die Energie-Spar-Verordnung, kurz EnEV, sieht die Immobilie als ganzes. Die Vorschriften dieser Verordnung stehen energy-efficiency-154006_640für Neubauten und neuen Bauteilen an Altbauten wenn folgendes eintritt:

  • Erneuerungen von mehr als 20% der Bauteilflächen (Fenster, Dachflächenfenster)
  • das beheizte Gebäude um 30 Kubikmeter oder mehr ausgebaut wird
  • Bauteile um einen gewissen Prozentsatz der gegeben Fläche erweitert wird

Den Nachweis für die Energie-Spar-Verordnung führt man für alle Bestandteile einzeln. Die Anforderungen gelten als erfüllt, wenn die modernisierte oder umgebaute Immobilie insgesamt den zulässigen Höchstwert für den Primärenergie-Verbrauch von Neubauten maximal um 40 Prozent überschreitet.

Der Energiepass ist seit 2012 Pflicht. Dieser enthält für Altbauten drei wichtige Informationen:

  • den Energiekennwert über die Gesamt-Energie-Effiziens des Gebäudes
  • Vergleichswerte zu anderen Gebäuden in der Größenordnung
  • Sanierungsempfehlungen (falls diese nötig sind)

Bewertet wird dadurch die energetische Qualität des Gebäudes unter der Berücksichtigung folgender Kriterien

Verbaute Heizungsanlage, vorhandene Fenster, Außenwänden, Decken und sonstige Bauteile, die den Energiebedarf beeinflussen. Die Ausstellung des Energiepasses erfolgt an verschiedenen Stellen. Unter anderem erhält man diesen von Bauvorlageberechtigten, Energieberatern und geprüften Gebäude-Energieberatern. Die Aufteilung des Energiepasses ist wie folgt, auf der ersten Seite findet man die Allgemeinen Angaben zum Gebäude (Adresse, Baujahr etc.)Zusätzlich findet man Aussagen zur Nutzung der erneuerbaren Energien und zum Lüftungskonzept. Zudem ist vermerkt, welches Verfahren zur Berechnung der energetischen Qualität des Wohngebäudes eingesetzt wird.

Hier gibt es zwei Berechnungsverfahren, die sich aber grundsätzlich unterscheiden. Hier unterscheidet man zwischen Bedarfsausweis, Kennwerte für Energiebedarf (dann bleibt die 3 Seite leer) und dem Verbrauchsausweis (Kennung wird dann auf Seite 3 gefunden und Seite 2 bleibt leer). Die Werte geben Auskunft über den jährlichen Verbrauch in Kilowattstunden pro Quadratmeter (Nutzfläche) an.

Je höher der Kennwert desto schlechter der energetische Zustand der Immobilie. Seite 4 enthält Informationen zu kostengünstigen Vorschlägen zur Verbesserung der energetischen Eigenschaften betreffend der Immobilie (für den Eigentümer). Auf der letzten Seite befinden sich abschließend einige Erläuterungen zu den gegeben Angaben im Energiepass und den Berechnungsverfahren.

Der Pass ist 10 Jahre gültig. Die Kosten der Anschaffung richten sich nach der Einrichtung die diesen ausstellt. Die Kosten hierfür das der Vermieter/Eigentümer nicht auf den Mieter umlegen. Sollte bereits ein Dena-Energie Ausweis nach einheitlichen Regeln erstellt worden sein oder es liegt ein Wärmebedarfsnachweis vor, ist dieser natürlich auch gültig.