Auf der Wohnungssuche: die Wohnungsbesichtigung

Ist die Einladung zur Wohnungsbesichtigung vom Vermieter ausgesprochen dann hält man theoretisch einen Teil des Mietvertrages in der Hand. Doch es ist wichtig, dass man sich auf die Wohnungsbesichtigung gut vorbereitet. Denn ein privater Vermieter wird seine Entscheidung grundsätzlich subjektiv fällen und ein kommerzieller Anbieter eher aufgrund einer sachlichen Bewertung.

Das Verhalten und das Aussehen

In der Regel legen die Vermieter auf ein gepflegtes Äußeres und eine gewisse Höflichkeit besonderen Wert. Der freundliche Umgangston ist hilfreich, doch eine übertriebene Höflichkeit sollte vermieden werden. Was die Kleidung angeht, so sollte diese angemessen sein, das heißt, der Anzug muss nicht aus dem Schrank geholt werden, aber die Jogginghose muss unbedingt drin bleiben. Auch die Uhrzeit, die vereinbart wurde, sollte eingehalten werden.

Die Informationen für den Vermieter

Das der Vermieter sich für einen entscheidet, ist vor allem auf den Informationen, die man ihm zukommen lässt, basierend. Das bedeutet alle wichtigen Informationen sollten zum Besichtigungstermin vorliegen und auch mitgebracht werden. Oftmals verlieren sich diese bei der Nachreichung im E-Mail-Fach oder werden einfach ignoriert, denn die anderen Mitbewerber haben diese bereits eingereicht. Diese Nachweise sollten vorliegen für den Vermieter:

  • Mieterselbstauskunft: Diese enthält alle Informationen über die wirtschaftliche Situation. Zwar ist es keine Pflicht, aber wird diese verweigert, dann kann der Vermieter an der Eignung des Interessenten zweifeln. Auch ein Gehaltsnachweis sollte angefügt werden.
  • Mietschuldenfreiheitsbescheinigung: Diese wird von dem bisherigen Vermieter ausgestellt und ist eine Art „Führungszeugnis“ und schützt vor Mietnomaden. Darin wird dem Mieter bescheinigt, dass er stets den Mietzahlungen nachgekommen ist.
  • Schufa-Bonitätsauskunft: Diese dient dem Nachweis der Kreditwürdigkeit des Interessenten.
  • Sollte kein eigenes oder geregeltes Einkommen nachgewiesen werden können, dann verlangt der Vermieter oftmals eine Bürgschaft, die dann von den Eltern oder Bekannten unterschrieben wird.
  • Aktueller Pass oder Aufenthaltsgenehmigung: Diese Dokumente werden vom Vermieter verlangt, wenn es sich bei den Interessenten um ausländische Mitbürger handelt.

Diese Informationen sind für den Mieter wichtig:

  • Ab wann Bezugsfrei?
  • Die Höhe der Kaution
  • Die Höhe der Heizkosten? Wie wird die Wohnung geheizt?
  • Die Beschaffenheit der Bausubstanz
  • Sind Mängel vorhanden?
  • Sind Haustiere erlaubt?
  • Wie hoch sind die Nebenkosten im Allgemeinen?